Technische Daten
FahrgestellMercedes Benz 1530
AufbauSchlingmann
FunkrufnameFlorian Selm 1-HLF20-1
FahrzeugartHilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20
Motorleistung220 kW / 300 PS
Zulässiges Gesamtgewicht16800 kg
Pumpenleistung3000 l/m
Löschwassertank1600 Liter
Schaummitteltank120 Liter
Seilwinde5 Tonnen bei 50 m Seil
Einsatzbereich

Das Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug 20 ist ein Allrounder-Fahrzeug für den alltäglichen Feuerwehrgebrauch. Es bietet Material für Brandeinsätze und technische Hilfeleistungen. Von der brennenden Mülltonne bis zum Hausbrand oder von der Türöffnung bis zum Verkehrsunfall sind wir mit diesem Fahrzeug für den Einsatz gewappnet. Es verbindet die Beladung eines Löschfahrzeuges mit der eines Rüstwagens.

Fahrzeuggeschichte
2019gebaut
04.19Dienstbeginn LZ 1
05.19Einweihung

Geräteraum G1 (vorne links)

Der Geräteraum 1 ist ein für die technische Hilfeleistung ausgelegter Teil des Fahrzeuges. Im vorderen Teil ist das hydraulische Rettungsgerät verlastet, mit welchem wir unter anderem eine Rettung bei verunfallten Fahrzeugen durchführen können. In der zweiten Ebene des Faches befindet sich hier einiges an Unterbaumaterial, mit dem angehobene Gegenstände abgesichert werden. Auch die druckluftbetriebenen Hebekissen mit einer Hubleistung von ca. 35 t und einer maximalen Einsatzhöhe von ca. 30 cm befinden sich hier. Dieses kann mit einem zweiten kleineren Kissen auf 45 cm erhöht werden.

Geräteraum G2 (vorne rechts)

Ebenfalls für die technische Hilfeleistung ausgelegt weist der Geräteraum 2 Leuchtmittel auf, welche unter anderem der Absicherung und Ausleuchtung der Einsatzstelle dienen. Der Stromerzeuger ist unsere Energieversorgung für alle Geräte während des Einsatzes. Außerdem findet sich hier eine Vielzahl von Werkzeugen und ein elektrisch betriebenes Belüftungsgerät. Weiterhin findet sich hier auch eine Kettensäge mit zugehöriger Schutzkleidung. Hinter der Werkzeugwand ist die Rettungsplattform verlastet. Diese dient zum Beispiel der Rettung von verunfallten LKW-Fahrern.

Geräteraum G3 (mitte links)

Im dritten Geräteraum des Fahrzeuges finden sich mehrere spezialisierte Werkzeugkoffer. Diese sind z.B. für die Bereiche Türöffnung, Verkehrsunfall und Standardwerkzeugsatz eingerichtet. Für Fachpersonal ist auch ein Koffer mit speziellem Elektrowerkzeug vorhanden. Auch der akkubetriebene Trennschleifer und Akkuschrauber sind hier zu finden. Im oberen großen Fach ist ein Sprungretter verlastet.

Geräteraum G4 (mitte rechts)

Der Geräteraum 4 ist für Brandbekämpfung eingerichtet und bietet somit Kleinstbrandlöschgeräte aber auch Hohlstrahlrohre und ein Standrohr. Auch das Kombi-Schaumrohre ist hier zu finden. Zusätzlich findet sich hier das Zubehör für die Seilwinde. Weiterhin sind hier auch Rollen für die Rettungsplattform verladen, um diese auf Schienen nach DB-Standard zu bewegen.

Geräteraum G5 (hinten links )

Im fünften Geräteraum ist an den Löschangriff gedacht worden, sodass hier die vier Schlauchtragekörbe mit je 45 Meter C-Schlauch verlastet wurden. Auch sind hier Feuerwehraxt und Halligan-Tool verlastet, damit der Innenangriff im Notfall jede Tür aufkriegt. Auch das sogenannte Schlauchpaket, welches eine Schlauchreserve auf engen Raum liefern kann, ist hier verlastet. Die Sicherheitstrupptasche ist oben rechts verlastet.

G6 (hinten rechts)

Unterstützend zum Fünften findet sich in Geräteraum 6 Mittel zur Wasserförderung. Insgesamt sind hier 120 Meter B-Schlauch verlastet um Fahrzeug und Verteiler mit Wasser zu speisen. Ein Schnellangriffsaverteiler und eine Schnellangriffshaspel dienen der schnellen Brandbekämpfung und zur Vermeidung von Brandausdehnung in frühen Stadien des Feuers. Für die Haspel ist auch ein Schaum-Schnellangriff untergebracht. Zusätzlich ist auch ein Hydrofix für Kleinstbrände hier zu finden. Ebenfalls hier befindlich ist die Hygienewand, mit welcher die Einsatzkräfte sich nach dem Einsatz sich dekontaminieren können.

GR und Dach

Im hinterstem Gerätefach findet sich die Feuerlöschkreiselpumpe mit einem Nennförderdruck von 10 Bar bei 3000 Liter pro Minute. Hier kann auch aus dem integrierten Löschmitteltank ein Zumischer gespeist werden. Außerdem ist hinten die Schlauchhaspel mit 160 Meter B-Schlauch und einem Standrohr verlastet. Daneben findet sich die Verkehrssicherungshaspel mit mehreren Verkehrsleitkegeln und Leuchtmitteln zur Absicherung der Einsatzstelle.

Das Dach verfügt über eine mechanischer Entnahmehilfe, mit der sowohl die vierteilige Steckleiter als auch die dreiteilige Schiebleiter und die vier A-Saugschläuche heruntergenommen werden können. Auch ein Einreißhaken mit einem Spannungsschutz von 20kV befindet sich hier. Daher muss während des Einsatzes keiner mehr auf das Dach steigen, wodurch das Unfallrisiko minimiert wird.


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